Freitag, 21. Februar 2025

Tag 14 Samstag:

Route: Puerto Montt - Pucón - Temuco (alles Chile)

Tageskilometer:     445,2 km
Gesamtkilometer: 4155,7 km

Wetter: Erst Regen dann Sonne, 15 - 20 Grad

Der letzte Tag mit dem Motorrad

Genau! Die Strecke am letzten Tag unserer Motorradtour ist eher langweilig. Sie führt von Puerto Montt über Pucón nach Temuco. Der Streckenabschnitt ist meist autobahnlastig, da wir nicht wissen, wie viel Zeit wir fürs Abgeben bei Ulli benötigen. Die Autobahn ist kostenpflichtig, aber erschwinglich, so sind es immer gegen 3 € pro Abschnitt, die wir zahlen. In Puerto Montt empfängt uns der letzte Tag mit Regen also Regenhose und Jacke sind nie verkehrt.
Wir machen einen kleinen Schlenker über den schönen Hafenort Villarrica und seinen Vulkan den man schon auf der Anfahrt sehen konnte. Der 2847m hohe rauchende Vulkan ist einer der aktivsten in Südamerika.
Der Vulkan Villarrica im Nationalpark Villarrica gehört zu den bekanntesten Touristenzielen in Chile. In den Sommermonaten gehen regelmäßig geführte Touren bis zum Rand des Kraters, die auch für ungeübte Bergsteiger zu bewältigen sind. 
Nach einem Fotostopp heißt es nun langsam Abschied nehmen und in den Nachbarort 
Pucón zu fahren. Dort Wartet schon Ulrich, bei dem die Übergabe erfolgen soll. Frank und meine Wenigkeit sind sehr gespannt, denn der einer oder andere Sturzbügel hat ein wenig gelitten. Frank hat als Kompensationsgeschäft eine höhere Sitzbank mitgebracht....Ulrich reicht das. Wir haben uns vorher natürlich gegen solche Umfaller mit einer Versicherung abgesichert, und hätten dies auch in Deutschland zurückbekommen.
Er erzählt uns ein wenig von seinem Geschäft und der Strecke, die wir gefahren sind: "Normalerweise braucht man für eure Strecke 16 Tage". Wir haben das in 11 Tagen gemacht, eine Strecke gekürzt. Fast jeder Woche musst du einen Abholen, der gestürzt ist und: "Jeder Woche liegt einer im Krankenhaus". Ich muss an mein Knie denken - und - ich habe auch großes Glück gehabt. "Die fahren Harley und meinen hier einen auf dicke Hose zu machen", sagt der Bremer.
Mit 70 Jahren hat er einen beachtlichen Fuhrpark zusammengestellt. Alle Marken sind vorhanden, BMW sagt er, ist hierbei eher als Markenbotschafter zu verstehen. Auch er ist begeistert von der CF Moto, zeigt uns noch eine Voge, die der BMW F900 sehr gleicht.
Wir bestellen einen Uber und lassen uns nach Temuco fahren. Das schachbrettartig aufgebaute Städtchen fasst immerhin 300.000 Einwohner. Das Becker Stadion und die Deutsche Bäckerei fallen uns auf: 
Sie ist ein Zentrum der Mapuche (Araukaner), aber auch der Deutsch-Chilenen.
Wir essen etwas und sind müde, holen etwas schlaf nach...






























Tag 13 Freitag

Route: 
Chaitén (Chile) - Puerto Montt (Chile)

Tageskilometer:         425 km
Gesamtkilometer: 4058,1 km

Wetter: Teilweise Regen, sonst bewölkt und sonnig, 15 - 19 Grad

Eine Seefahrt die ist lustig....oder drei Fähren und wenig Motorradkilometer

Wir verlassen unsere Hütte, um das gestrige Tanken nachzuholen - die Tanke war einfach zu voll. Tja, die Tankstelle ist jetzt nicht leerer und wir müssen durch die Schotterstraße der Carreta Austral (Routa 7) um die erste von insgesamt drei Fähren zu erreichen. Es geht im Schneckentempo voran. Ich stelle mir die Szene aus einem Film vor, in der um Benzin und Wasser gekämpft wird, denn hier lässt keiner einen vor. Ein Touristenbus drängelt sich nach vorn und droht gleich mit "Policia", weil er vorgelassen werden müsste (...). Ich und der in der Nähe befindliche Vulkan „Chaitén“ rauchen.😁
Der erste Streckenabschnitt, der aus einer fest geschotterten Straße von ca. 50km besteht lässt sich gut fahren. Ich fahre durch Farne, Bäume - fast wie im Dschungel.
Die nächsten zwei Fähren haben wir lange im Voraus gebucht, warum stellt sich heraus, als wir zwei weitere Motorradfahrer treffen: "Wir haben nur ein Ticket", ob ich eines über hätte. Was machen die beiden also: Einer der Pickup-Fahrer nimmt das Motorrad auf die Ladefläche, die anderen fahren zu zwei mit Gepäck. Patagonien-Style nennen sie das.
Zwischen den beiden auf einander abgestimmten Fähren ist wieder Asphalt - ich verstehe es nicht. Ist die erste Fähre 40min unterwegs, sind es bei der Zweiten schon 3,5 Stunden für das faire 26 Euro Ticket. Und wer nicht gebucht ist - kommt auch nicht mit. Als wenn ein Motorrad den Unterschied macht.
Die Fähre ist voll, die Schlage an der Kaffeebar endlos.
Naja, wir haben ja 3,5 Stunden Zeit. Wir proben die Szene aus Titanic. 😆
Gestern noch gefühlt in Österreich auf dem ersten Abschnitt der Routa 7, jetzt denkt man, dass man in Norwegen auf den Fjorden unterwegs ist. Hohe Berge direkt am Wasser lassen diesen Vergleich eindeutig zu. Nur das es nicht so grün wie hier ist. Gegen 18:00 Uhr kommen wir in Hornopiren an. Gefühlt dachten wir das wir am Nachmittag schon im Hotel in Puerto Montt sind, da wir die kürzeste Strecke seit Tagen geplant hatten (nur 170 km). Dass die zweite Fähre aber 3,5 Stunden fährt, hatten wir nicht auf dem „Schirm“. Es kommt noch „schlimmer“: Wir benötigen noch eine dritte Fähre. Diese hatten wir überhaupt nicht auf dem „Radar“. Diese Fähre muss allerdings nicht vorgebucht werden und soll, laut Auskunft von anderen Motorradfahrern, alle 30 Minuten pendeln. Es wird also wieder ein langer Tag. Egal, „raus“ aus Fähre Nr. 2 und weiter geht es. Nach ca. Ca 30 Minuten Fahrt über gut ausgebaute und schön kurvige Straßen stehen wir in der Schlange für das „Boarding“. Dieses Mal werden wir vom Personal angewiesen in der Autoschlange zu warten, ansonsten durften wir immer als Motorradfahrer an allen vorbeifahren. Die Tickets für Fähre Nr. 3 werden direkt an der Straße am Autofenster bzw. am Motorrad verkauft. Alles geht zügig, wir fahren an Bord und nach ca. einer Stunde Fahrt incl. Wartezeit vor der Fähre rollen wir an Land. Jetzt noch 45 Kilometer.

Gegen 21:00 Uhr, 12 Stunden nach unserem Start heute früh, erreichen wir nach (nur) 170km Tagesstrecke den Ort Puerto Montt. Nach den Orten der letzten Wochen ist das ein krasser Unterschied. Puerto Montt hat ca. 120.000 Einwohner, liegt direkt am Wasser und es gibt eine große Promenade, einen Strand und Stau. Wir beziehen unser Hotel direkt in der ersten Reihe mit Blick auf das Wasser. Ziemlich großer (etwas abgerockter) Schuppen, das „Gran Hotel Vincence“. 100 Dollar für ein Dreibettzimmer incl. Frühstück, das ist fair, die Hostels der letzten Tage haben zum Teil dasselbe gekostet. Leider hat das Hotel keine Parkplätze und wir müssen nach dem Abladen des Gepäcks noch ein paar Hundert Meter in eine Tiefgarage fahren um unsere Motorräder dort zu parken. Immerhin ist das Parken dort für Hotelgäste kostenlos. Jetz noch schnell umziehen und ab auf die Straße. Gleich nebenan ist eine Gaststätte die sehr voll ist. Das ist ein gutes Zeichen, da muss es gut sein. Wir essen einen Burger und bestellen uns einen „Mojito Corona“, einen Cocktail mit einer offenen Flasche Corona-Bier, die umgekehrt und offen in dem Cocktail steckt. Interessante Mischung, das habe ich so auch noch nicht gesehen. Einer dieser Cocktails reicht uns dann auch. Gegen Mitternacht sind wir dann „durch“. Ab ins Bett….

































Donnerstag, 20. Februar 2025

Tag 12 Donnerstag:

Route: Coyhaique (Chile) - Chaitén (Chile)

Tageskilometer:     420,0 km - davon 70 km Schotter
Gesamtkilometer: 3663,1 km

Wetter: bedeckt, Tagsüber 12-15 Grad

Motorradfahren fast wie zu Hause (...)

Wir frühstücken provisorisch, eben mit den Mittel die zur Verfügung stehen: löslicher Kaffee, Orangensaft, Toast und Käse. Das mit Abstand teuerste Hotel auf der Route hat seinen Preis wohl eher vom Ort, als vom Standard😁

Wir starten gegen 10:00 Uhr. Das Garmin-Navi meint: Um 19:05 sind wir da...mal sehen woran das liegt, denn der Tourguide sagt volle Asphaltierung voraus.
Doch nach 30km ist schon Schluss mit der bequemen Strassenbelag und es folgen 40 km Schotter mal kleiner mal Grobkörniger.Die Strecke ist ei
n totaler Kontrast zu den Straßen, die wir bisher im Süden Argentiniens gefahren sind. Kurvige Landstraßen ziehen sich hier im Süden Chiles durch ein Berg-Panorama. Es geht teilweise bis auf ca. 500 Mater Meereshöhe durch die Berge. Die Wolken hängen teilweise tief. Farne und großblättrige Pflanzen am Straßenrand weisen auf ein feuchtes Bergklima hin und es fast dschungelartig.

in totaler Kontrast zu den Straßen, die wir bisher im Süden Argentiniens gefahren sind. Kurvige Landstraßen ziehen sich hier im Süden Chiles durch ein Berg-Panorama. Es geht teilweise bis auf ca. 500 Mater Meereshöhe durch die Berge. Die Wolken hängen teilweise tief. Farne und großblättrige Pflanzen am Straßenrand weisen auf ein feuchtes Bergklima hin

in totaler Kontrast zu den Straßen, die wir bisher im Süden Argentiniens gefahren sind. Kurvige Landstraßen ziehen sich hier im Süden Chiles durch ein Berg-Panorama. Es geht teilweise bis auf ca. 500 Mater Meereshöhe durch die Berge. Die Wolken hängen teilweise tief. Farne und großblättrige Pflanzen am Straßenrand weisen auf ein feuchtes Bergklima hin


Wir fahren die Carr
etera Austral auf der Route 7. Die Route ist 1.240 Kilometer lang und verband Puerto Montt mit Villa O'Higgins und sie ermöglicht die Verbindung mit dem Rest des Landes und eine Rundreise durch die chilenische Patagonien möglich macht.

Aufgrund der komplexen geografischen Gegebenheiten des Gebiets, das von den patagonischen Anden , Seen , reißenden Flüssen und Eisfeldern geprägt ist , wird an der Carretera Austral ständig gearbeitet, auch wenn die meisten Abschnitte noch in Betrieb sind. Ein Großteil der Strecke ist dagegen unbefestigt.

Unterwegs treffen wir eine Gruppe Israelische junger Männer und Frauen, tauschen uns auf englisch aus.

Wenn wir die Strassen entlang fahren, werden wir den Gedanken nicht los, das wir das annähernd auch zu Hause haben können. Eher so wie Bayer oder Österreich und nicht 12000km weit weg.

Der nächste Schotterabschnitt ist 30 km lang und danach folgt nur noch Asphalt.
In einem Reiseführer wird von durchgängiger Asphaltierung geschrieben und ist so nicht korrekt.
Wir erreichen gegen 19:15 Uhr den Ort. Nach 9 Std Motorradfahren ist dann auch mal gut.
Unserer Unterkunft erinnert eher an eine Blockhütte, wir genießen unsere Aluschalen und Kamin. Gute Nacht